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Europa · B2B · 32 Länder

E-Rechnungspflicht in Europa: Zeitplan nach Land

Bestätigte Starttermine, Einführungsstufen, Modelle und eine Behördenquelle je Land.

Die B2B-E-Rechnungspflicht ist in Europa kein einheitlicher Termin. Italien und Rumänien arbeiten bereits mit zentralen Plattformen; Deutschland, Frankreich und weitere Staaten führen Empfang und Ausstellung in Stufen ein. Die Übersicht trennt geltendes Recht von angekündigten Vorhaben. Sie betrifft strukturierte B2B-E-Rechnungen.

Stand 30.08.2026 · 32 Länder · je eine amtliche Quelle

Bestätigte Termine 2018–2030

Pflicht Stufenweise Angekündigt „Nicht bestätigt“: für den genannten Termin fehlt eine belastbare operative Rechtsgrundlage.
Der erste Punkt ist der Beginn der Empfangs- oder Ausstellungspflicht; ein Strich verbindet ihn mit dem letzten belegten Termin. Die Achse überspringt 2020–2023 — in diesen Jahren beginnt keine Pflicht. Angekündigte Termine sind grau.

Ohne bestätigtes Datum in der Zeitleiste

  • Luxemburgangekündigt · Datum nicht bestätigt
  • Norwegenangekündigt · Datum nicht bestätigt
  • Spanienangekündigt · Datum nicht bestätigt
  • Österreichkeine allgemeine B2B-Pflicht
  • Bulgarienkeine allgemeine B2B-Pflicht
  • Zypernkeine allgemeine B2B-Pflicht
  • Tschechienkeine allgemeine B2B-Pflicht
  • Dänemarkkeine allgemeine B2B-Pflicht
  • FinnlandEmpfängerrecht, keine allgemeine Pflicht
  • UngarnMeldepflicht, keine allgemeine E-Rechnungspflicht
  • Islandkeine allgemeine B2B-Pflicht
  • Liechtensteinkeine allgemeine B2B-Pflicht
  • LitauenMeldepflicht, keine allgemeine E-Rechnungspflicht
  • Maltakeine allgemeine B2B-Pflicht
  • Niederlandekeine allgemeine B2B-Pflicht
  • PortugalMeldepflicht, keine allgemeine E-Rechnungspflicht
  • Schwedenkeine allgemeine B2B-Pflicht
  • Schweizkeine allgemeine B2B-Pflicht

Länder, Status, Modell und Quelle

„Pflicht“ meint die strukturierte B2B-Rechnung im jeweils beschriebenen Anwendungsbereich. Die Kurztexte ersetzen keine Prüfung von Ausnahmen, Umsatzgrenzen oder grenzüberschreitenden Fällen. B2G-Pflichten, reine PDF-Regeln, Buchhaltungssysteme und Umsatzsteuer-Meldungen sind nur erwähnt, wenn sie den B2B-Status erklären.

LandStatusDatumModellKurztextQuelle
ItalienPflichtClearanceStrukturierte B2B-Rechnungen laufen seit 2019 verpflichtend über SdI.EU-Kommission ↗
RumänienPflichtClearanceSeit 2024 müssen inländische B2B-Rechnungen über RO e-Factura gemeldet werden.EU-Kommission ↗
DeutschlandStufenweiseEmpfang 2025-01-01; Ausstellung 2027-01-01/2028-01-01DezentralEmpfang gilt seit 2025; die Ausstellung folgt nach Umsatz in zwei Stufen.BMF ↗
EstlandTeilpflichtDezentralRegistrierte E-Rechnungsempfänger dürfen seit Juli 2025 eine strukturierte Rechnung verlangen.EU-Kommission ↗
BelgienPflichtDezentralInländische steuerpflichtige B2B-Umsätze nutzen strukturierte Rechnungen, standardmäßig über Peppol.Belgische overheid ↗
KroatienPflichtHybridE-Rechnungsaustausch und getrennte Fiskalisierung gelten seit 2026 für inländische Umsätze.Narodne novine ↗
PolenStufenweiseEmpfang 2026-02-01; Ausstellung 2026-02-01/2026-04-01/2027-01-01ClearanceKSeF begann für große Aussteller im Februar 2026; weitere Unternehmen folgten im April.KSeF ↗
GriechenlandStufenweise2026-03-02 / 2026-10-01HybridDie Ausstellung startete für Unternehmen über 1 Mio. Euro Umsatz; die übrigen folgen im Oktober.AADE ↗
FrankreichStufenweiseEmpfang 2026-09-01; Ausstellung 2026-09-01/2027-09-01HybridAlle Unternehmen empfangen ab September 2026; KMU erhalten für die Ausstellung bis 2027 Zeit.Ministère de l’Économie ↗
SlowakeiStufenweiseHybridDas verabschiedete eFaktúra-System verbindet Austausch über Dienstleister mit Steuerdatenmeldung.Finančná správa ↗
LettlandStufenweiseHybridDer B2B-Start wurde von 2026 auf 2028 verschoben; dann beginnt auch die Datenmeldung.EU-Kommission ↗
SlowenienBeschlossenDezentralDas verabschiedete Gesetz verpflichtet inländische Unternehmen ab 2028 zum E-Rechnungsaustausch.GOV.SI ↗
IrlandAngekündigtPhase 1: 2028-11HybridDie erste Roadmap-Phase betrifft große umsatzsteuerlich registrierte Unternehmen und Echtzeitmeldung.Revenue ↗
Vereinigtes KönigreichAngekündigtDezentralDie Regierung hat elektronische VAT-Rechnungen ab April 2029 angekündigt; Detailrecht folgt.GOV.UK ↗
LuxemburgAngekündigt · nicht bestätigtKein bestätigter TerminNoch offenEin Gesetzentwurf erweitert die Pflicht auf inländisches B2B; ein operatives Datum ist nicht beschlossen.Gouvernement.lu ↗
NorwegenAngekündigt · nicht bestätigtKein bestätigter TerminNoch offenEine B2B-Pflicht wird geprüft; das verifizierte Landblatt nennt weiterhin weder Pflicht noch Startdatum.EU-Kommission ↗
SpanienAngekündigt · nicht bestätigtKein bestätigter TerminHybridDas Gesetz und die Verordnung stehen; die Fristen beginnen erst mit der ausstehenden Ministerialverordnung.BOE ↗
ÖsterreichKeine allgemeine Pflicht–Dezentral · freiwilligElektronische Rechnungen sind mit Zustimmung möglich; eine allgemeine B2B-Strukturpflicht besteht nicht.BMF Österreich ↗
BulgarienKeine allgemeine Pflicht–ReportingSAF-T und Melderegeln entwickeln sich, ohne allgemeine strukturierte B2B-Rechnungspflicht.EU-Kommission ↗
ZypernKeine allgemeine Pflicht–Dezentral · freiwilligEN 16931 ist im öffentlichen Bereich verfügbar; B2B bleibt freiwillig.EU-Kommission ↗
TschechienKeine allgemeine Pflicht–Dezentral · freiwilligStrukturierte Formate werden genutzt, sind im allgemeinen B2B-Verkehr aber nicht vorgeschrieben.EU-Kommission ↗
DänemarkKeine allgemeine Pflicht–Dezentral · freiwilligDigitale Buchhaltungssysteme müssen E-Rechnungen unterstützen; die Ausstellung selbst ist nicht allgemein Pflicht.EU-Kommission ↗
FinnlandTeilpflicht–Dezentral · freiwilligUnternehmen über 10.000 Euro Umsatz dürfen eine E-Rechnung verlangen; keine universelle Pflicht.EU-Kommission ↗
UngarnKeine allgemeine Pflicht–ReportingSeit 2018 werden Rechnungsdaten nahezu in Echtzeit gemeldet; das ist keine allgemeine strukturierte E-Rechnungspflicht.EU-Kommission ↗
IslandKeine allgemeine Pflicht–Dezentral · freiwilligPeppol und strukturierte Formate sind verfügbar; eine allgemeine B2B-Pflicht besteht nicht.EU-Kommission ↗
LiechtensteinKeine allgemeine Pflicht–Dezentral · freiwilligÖffentliche Stellen können EN-16931-Rechnungen empfangen; B2B bleibt freiwillig.EU-Kommission ↗
LitauenKeine allgemeine Pflicht–Reportingi.MAS sammelt Steuerdaten; eine allgemeine strukturierte B2B-Rechnungspflicht besteht nicht.EU-Kommission ↗
MaltaKeine allgemeine Pflicht–Dezentral · freiwilligDer öffentliche Sektor kann europäische Formate empfangen; B2B bleibt freiwillig.EU-Kommission ↗
NiederlandeKeine allgemeine Pflicht–Dezentral · freiwilligHohe Peppol-Nutzung und B2G-Regeln ergeben noch keine allgemeine B2B-Pflicht.EU-Kommission ↗
PortugalKeine allgemeine Pflicht–ReportingQR, ATCUD und SAF-T betreffen Rechnungs- und Meldedaten, nicht eine allgemeine strukturierte B2B-Pflicht.EU-Kommission ↗
SchwedenKeine allgemeine Pflicht–Dezentral · freiwilligPeppol BIS ist verbreitet und im öffentlichen Einkauf relevant; B2B bleibt ohne allgemeine Pflicht.EU-Kommission ↗
SchweizKeine allgemeine Pflicht–Dezentral · freiwilligPapier- und elektronische Rechnungen sind steuerlich gleichgestellt; eine strukturierte B2B-Pflicht besteht nicht.ESTV ↗

Was die Modelle bedeuten

Clearance führt die Rechnung durch eine staatliche Plattform, bevor oder während sie dem Empfänger bereitgestellt wird. Dezentral lässt Unternehmen und Dienstleister direkt austauschen. Hybrid verbindet den dezentralen Austausch mit einer staatlichen Meldung oder Plattformfunktion. Reporting meldet Rechnungsdaten, ohne den strukturierten Rechnungsaustausch allgemein vorzuschreiben.

So nutzen Sie FakturLab

Öffnen Sie eine empfangene UBL-, CII-, XRechnung- oder ZUGFeRD-/Factur-X-Datei im FakturLab Viewer. Im Generator können Sie XRechnung, ZUGFeRD/Factur-X und eine UBL-Datei mit Peppol-BIS-Profil vorbereiten. FakturLab prüft EN 16931, XRechnung und Peppol BIS, ist aber kein KSeF-, SdI-, myDATA- oder Peppol-Übermittlungsdienst.

Geschrieben am 30. August 2026 · Stand: 30. August 2026